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Penny Dreadfuls, 1908 · page 33 of 34

Die Satansmesse in den Ruinen von Pompeji (The Satanic Mass in the Ruins of Pompeii) — page 33: what you’re looking at

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Die Satansmesse in den Ruinen von Pompeji (The Satanic Mass in the Ruins of Pompeii) — page 33: Penny Dreadfuls, 1908

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Machine-transcribed from the original scan — historical spelling and the odd misread are preserved.

Die Satansmeffe in den Rutuen von Pomtpeji. 5 | Unf oent frijcheit Grabe der Grafin Ventura Fniete ein friihzeitig gebrochener Wiann. Er mochte odie weife Gejtalt, oie ihm am AUrme Sherlod Holmes’ entaeqen- etlte,. fiir ein Gejpenft halten, denn er fah den beioen tegunaslos entagegen. Sm nachften UWugenblid jchlan- ‘den fic) Z3wet weiche Urine um feinen Hals, jwei warme Lipper prefter fic, auf odie feinen, wnd eine jehmeichelnoe Stimime fliifterte: | Dater!“ Scdhlupwort. »Wer Uberalaube ift fchuld daran, dag das Ver- brechen heute noch, ganz bejonders in Stalien, jein jchyrectliches Gewerbe in odiejem Wafitabe ausiiben fan,” jchrieb Sherlod Holmes an oen Staatsanwalt vor 2Zieapel. , Sch verlaige, dak das Unodenfen oes Seutnants Samptert in vollem Wake vor oer trmee und vor jeinen Freunden wiederhergeftellt wird. Dom erjiert Cage an war es mir Flar, dafR ein unglhidlicer oufall die Cochter des Grafen Ventura oen Verbre- chert in die Urme aefiihrt hat. Es war ausac{chloj - jet, Oak ein Entfiihter mit Gewalt in das Schlop hatte eindringen fonnen. Komtefja Uda hat fretwil- liq das SchloB-verlaffen. Sie werden fic) erinnern, ‘bildete eine alte Ciir, ote fett Sahrzehnten nicht mehr ‘gedfinet wurde. Hatten Bhre Poliziften oas Schlof genau unterjucht, fo hatten fie jehen miifjen, oaR fic) in dem Schloffe felbft feiit einziger Roftfleden befano, wahrend odie DVerfleiduiq odesfelben damit formlich iiberzogen war. Uuch hatte ihnen eine fleine Wachs- jpur an der Derfleioung oes Schloffes nicht entgehen diirfen. ch habe fonftatieren Fonnen, dag von inne, alfo von der Galerie aus, ein Schliiffel in das Schlof gejtedt und ote Ciir gedffnet worden war. Die Wachs- {pur odeutete darauf hin, daf von dent Schlojje ein Wachsabdrucd gemacht worden war. WMteine Uachjor- jchungen bet den Schloffern vow Meapel bejtatigten meine Dermutung. Ein junges Widdchen hatte nach einent Wachsabdrud, den fie einent Schloffer geaeben hatte, einen Schliiffel machen lajfer. | Komteffa Uda hatte thre Slucht bereits jeit Cagert Morbereitet. Uuch die Catjache, da fie fich mit einem orgenfletd verfehen hatte (diefes fehlte famt einer Coilette), war bezetchnend dafiir, Oak thre Flucht eine jretwilltge war. UIs fie durc, die ounfle Galerie appte, verlebte fie fich am §inger. Ber diejer Gele- jetheit fchlenferte fie die fchmerjende Hand hin uno ‘ee, wobei einige Blutstropfen umberae(chlendert witr- it a en. Sie werden fich erinnern, dak fic) in der Galerie pet Blutstropfen vorgefunoden habe. ) Sie werden nun fragen, aus welckem Grunode " mteffa Dentura mitten im der Zacht entfltehen imas die liter{uchung erqab. Das Ende oer Galerie Sch evinnere Sie daran, daff ich auf dent Senfter- fims etnige Wachstropfen bemerfte. Sie hatte dort eine Kerje hingejtellt, um oem IWWianne, oder jie er- wartete, mit oem brernenden Licht etn Seicheit 31 ge- ben. Dabet hatte fich ihre Perlenfette an oem Sen- fterfreuz verwidelt. Das Brillantfreu; rif ab und rutjchte in eine Weffnung oder Diele. Wire eiliq es oie Homtefja hatte, fortzufommen, geht oaraus hervor Oa fie fich gar nicht erft Sett nahm, nad) oem Kreu}, das ihr doch fo lieb und wert war, 3u fuchen. Sie werden fragen, wer oder Mian war, oder fie erwartet hatP Sehr einfach: Der Baron Urnaboldi, den fie arf einent Balle fennen aelernt hatte. Sie wufte, daf thr Dater eine grogfe Untipathie geqen ihn heate uno OapB er itiemals jeine Einwilliqung dazu gegebert hatte, OaB fie ote Gattin oes Barons wiirde. Der Gratin Dentura ift es tro® aller Wufmerfjamfeit entaaitgen, OaB fich 3wijchen oen beiden juitgen Leute eine Lieb- {chaft entjponnen hatte. WUrnaboldi, oder fich ja aij Oden Derfehr mit Srauen verjtand, hat das junge iao- chert 3u bemwegen gewuft, mit ihm ju fltehen. Er machte fic) fein Gewijffer oaraus, ett anderes IMtav- chen 3u verlajjen, mit dem er bis jet ein fetder- jchaftliches Derhalinis unterhalten hatte. Nenes war feine andere, als ote abenteuerliche HKonitejfa Sejfica, oie Cochter oer Here von Zeapel. Sie ahnte den Be- trug, jchlid) dem Baron nach und ermorodete ihn in dent WUuaenblick, oa fie ficher war, von ihm betroagen zu fet. eutnant Samptert hatte jchon jeit Wronaten die HKomtefja Seffica, tuber deren nahere Derhalinijfe man tt eapel nichts wufte, anaebetet. Seine Licbe war bis dahin nicht ermidert worden. Zach der Art levoenjchaftlicher Schmwarmer machte er ndchtliche Sen- jterpromenadert uno jchlich ihr nach, als er fie hetm- lic) Oas Haus verlajjen jah. So wurde er Beude des Derbrecherts. Er fah mit etaqenen Uuagen, dak das Weib, das er mit oder ganzen Glut feines junaen Herzens liebte, eine gemeine MWlorderin war. Der3zwei- felt eilte er nach Haufe. Mls man ih verhaftent wollte, bracjte er es wicht iber fich, oie Svan Ole er nod, immer liebte, 3u verraten. BHalb wahite finnig vor Derzweiflung iber oas, was er aejehen hatte, floh er und ftiir3te ftch jchlieBlich, oa das Leben ja feinen Wert mehr fiir ihn hatte, itber oem bhai por Capri hinunter. Catilina fiihrie i oer neapolitanijchen Gejell- {chaft ein Doppelleben. Er hatte fic) durch aefaljchte Briefe als Marquis Caferta eingefiihrt und befiritt feinent Iururidjen ebenswandel von oder Beute, ote ihm auf feinen Raubsiigen als ihrer einer verive- genet Bande in die Hande fiel. Die Here, eine Witter, briitete feit oem Tage, oa fie jich mm er niederaclaffen hatte, auf Rache an dem Grafe tura. Sie beftimmte ihren Sohn, auf eme _ COM OL AOC SS CO